Meine Arbeitsweise

Meine Schmuckstücke und Werkzeuge aus Bronze werden nach archäologischen Vorbildern gefertigt, wobei ich einerseits versuche, diese möglichst genau zu kopieren. Andererseits gibt es auch Objekte, die sich frei an archäologischen Fundstücken anlehnen. Hier gilt das Motto: „so könnte es gewesen sein“. So wie der Handwerker der Antike nach der Mode der Zeit und mit den damaligen Möglichkeiten seine Kunstwerke erschaffen hat, so versuche ich in meine Entwürfe vergangene Epochen, aber auch die Moderne einfließen zu lassen.

Am Anfang jedes Objekt steht die Idee. Inspiration und Vorbilder finde ich in archäologischen Publikationen und Ausstellungen.
Danach folgt das Anfertigen der Model in Wachs oder Zinn.

Im Holzkohlenfeuer wird Kupfer geschmolzen und mit Zinn zu Bronze legiert. Nachdem die Bronze die richtige Temperatur erreicht hat, wird sie in die Form aus Lehm oder Formsand gegossen.
Das gegossene Objekt wird vom Formmaterial befreit, dann werden Gussnähte und die Gusshaut entfernt. Die Oberfläche wird durch Schmieden, Feilen, Schleifen und Polieren gestaltet. Zusätzlich kann das Objekt noch durch Emaillieren, Tauschieren oder Gravieren verändert werden.

Gußform und Rohling einer frühmittelalterlichen Fibel

Gußform und Rohling einer frühmittelalterlichen Fibel

Arbeit auf Kundenwunsch

Die Herstellung von Repliken nach den Wünschen von Kunden ist immer eine besondere Herausforderung. Eine Anfrage kam von einer Kundin aus Deutschland. Diese wollte die Replik einer irischen Ringfibel als Ergänzung für ihre Gewandung.

Ich begann mit der Anfertigung eines Models für den Guss. Dieser erfolgte in zwei Schritten. Zuerst wurde der ringförmige Fibelkörper angefertigt. Über diesen wurde, getrennt durch einen Tonkern, die Nadelkonstruktion gegossen.

Nach dem Abfeilen der Gussnähte wurde die Replik für das Emaillieren vorbereitet. Die Vertiefungen dafür wurden mit dem Gravierstichel herausgearbeitet.
Das Emaillieren erfolgte in Grubenschmelztechnik bzw. in einer Kombination aus Grubenschmelz- und Zellenschmelztechnik.
Es folgten mehrere Emailbrände. Danach wurde die ganze Fibel geschliffen und poliert.


Eine weiter Anfrage kam vom Verein RUGUS aus Schiltern. Ich fertigte Repliken von originalen Bronzeobjekten an, diese sind im Schauraum im Schloß Schiltern ausgestellt.